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23.08.2017 | LSV Plenum Übersicht | Drucken

Seniorenfreundlicher Kiez? Wenn sich der Alltag nicht organisieren lässt, bringen die besten Unterstützungsangebote nichts

Anlässlich des 3. Arbeitstreffens der Landesseniorenvertretung Berlin diskutierten die Mitglieder, was ein seniorenfreundlicher Kiez ist.

Schnell war klar, dass es den seniorenfreundlichen Kiez (noch) nicht gibt, sondern die lokalen Voraussetzungen sehr vielfältig und die unterschiedlichen Sozialraumstrukturen zu berücksichtigen sind. Je nach Bezirk gibt es eine Vielfalt von Unterstützungsangeboten rund ums Alter in unterschiedlichster Trägerschaft. Diese Vielfalt zu erfassen, müsse dringend koordiniert werden, damit sie niederschwellig kommuniziert werden kann und alle Senior*innen erreicht werden, wann immer sie der Hilfe bedürfen. Deutlich wurde aber auch, dass die besten Unterstützungsangebote nichts bringen, wenn das Leben im Kiez aufgrund fehlender Einkaufsmöglichkeiten, Post- und Bankfilialen, den baulichen Barrieren zur Gesundheitsversorgung sowie fehlender Fachärzte oder dem fehlenden bezahlbaren Wohnraum schwierig wird. Zudem gab es den Hinweis, dass die „Pflegestützpunkte“ mit ihrem breiten Beratungsangebot einen anderen Namen brauchen, um besser wahrgenommen zu werden.

Die Landesseniorenvertretung Berlin trägt gute Projekte für einen seniorenfreundlichen Kiez zusammen und wird Forderungen, damit Kieze seniorenfreundlicher werden, in die Diskussion bei der Senatsverwaltung Integration, Arbeit und Soziales und im Landesseniorenbeirat Berlin einbringen.

Zudem wurden Erfahrungen zur Zusammenarbeit mit dem BVV-Vorstand ausgetauscht, die z. T. vom hohen, persönlichen Engagement der BVV-Vorsteher geprägt ist oder gar nicht stattfindet.

Um ab 2018 wieder vor Ort in den Bezirken tagen und mit den Vorbereitungen dazu beginnen zu können, wurden die Plenumstermine 2018 beschlossen