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09.02.2017, 09:20 Uhr | Pressemitteilung vom 08.02.2017 Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
43.000 Mal Rat und Hilfe – Pflegestützpunkte schneiden bei Klientenbefragung sehr gut ab
Pressemitteilung vom 8.02.2017 der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung
In Berlin sind aktuell 116.000 Menschen pflegebedürftig. 35 Pflegestützpunkte in der ganzen Stadt – getragen vom Land und den Pflegekassen – unterstützen und beraten die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen. Sie erreichen sehr viele Menschen. Knapp 43.000 Ratsuchende lassen sich dort jedes Jahr unabhängig und anbieterneutral informieren.
Erstmals wurden im vergangenen Jahr die Ratsuchenden nach ihrer Zufriedenheit mit der Beratung befragt. Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat stellte am 08.02.2017 die Ergebnisse vor.

„Die Pflegestützpunkte leisten sehr gute Arbeit,“ so Senatorin Kolat. So sind 97,8% der Befragten mit der Kompetenz der Beraterinnen und Berater sehr zufrieden bis zufrieden (90,7% bzw. 7,1%). Mit der Passgenauigkeit der vermittelten Angebote und Informationen waren 95,8% sehr zufrieden bis zufrieden (82,6% bzw. 13,2%). 92,6% lobten die Unabhängigkeit der Beratung (82,2% sehr zufrieden, 10,4% zufrieden). Die Befragung fand im vergangenen Jahr statt. Rund 1000 Ratsuchende in den Pflegestützpunkten nahmen an ihr teil.

„Das neue Pflegestärkungsgesetz bringt viel Beratungsbedarf mit sich“, so Kolat. „Aber alleine in Berlin profitieren die Pflegebedürftigen von mehr als 200 Millionen Euro für zusätzliche Leistungen. Die Pflegestützpunkte leisten einen enorm wichtigen Beitrag bei der Orientierung der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen. Denn sie beraten wohnortnah und anbieterneutral.“

Kolat kündigte an, das Thema Pflege stärker als bisher geschehen in den Mittelpunkt zu stellen. „Pflege geht uns alle an. Wir werden das Thema nicht nur im Titel unserer Verwaltung führen, sondern auch auf die politische Agenda setzen. So will ich mich für bessere Ausbildung, Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Beschäftigten einsetzen. Hier müssen wir dringend aktiv werden, um den Fachkräftemangel abzuwenden. Mit den Berliner Arbeitgebern werde ich über eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sprechen. Und schließlich wollen wir auch das großartige Angebot der Pflegestützpunkte bekannter machen, damit noch mehr Pflegebedürftige von der Beratung profitieren können.“

Über alle wichtigen Fragen zur häuslichen Pflege informiert eine neue Broschüre der Senatsverwaltung: „Was ist, wenn…? 24 Fragen zur häuslichen Pflege“.

Die gedruckte Broschüre kann hier bestellt werden: Patientenbeauftragte@sengs.berlin.de
Kostenfrei Auskunft erteilt die Telefon-Hotline der Pflegestützpunkte unter: 0800 595 0059

Die wichtigsten Fakten zur Pflege in Berlin:

  • 116.000 Pflegebedürftige gibt es derzeit in Berlin.
  • 170.000 werden es im Jahr 2030 sein.
  • 75% der Pflegebedürftigen werden zuhause betreut.
  • 51% der Pflegebedürftigen werden ausschließlich durch Angehörige gepflegt.
  • 35 Pflegestützpunkte in ganz Berlin beraten und unterstützen.
  • rund 600 ambulante Pflegedienste, 300 stationäre Einrichtungen und über 600 Wohngemeinschaften kümmern sich um Pflegebedürftige.
  • 42.000 Beschäftigte arbeiten in der Pflege, davon 92% mit Berufsabschluss.
  • 0800 5950059 ist die Nummer der kostenfreien Hotline der Berliner Pflegestützpunkte
Quelle: http://www.berlin.de/sen/gpg/service/presse/2017/pressemitteilung.558933.php
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