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Seniorenmitwirkungsgremien aktuell
30.10.2018, 09:26 Uhr | Dr. Klaus Sack, LSBB Initiator des Gerontologischen Salons
Gerontologischer Salon: Möglichkeit der fachlichen Zusammenarbeit verstärkt nutzen

Im Oktober 2018 gestaltete der Landesseniorenbeirat Berlin (LSBB) gemeinsam mit dem Sozialpädagogischen Institut (SPI) bereits den 12. Gerontologischen Salon.

Der LSBB sieht in dieser Zusammenarbeit nach wie vor eine gute Möglichkeit, sich auch außerhalb von Fachtagungen und Fachkonferenzen mit dem SPI als Ausbildungsstätte für Altenpflege zu seniorenrelevanten Themen zu verständigen. In der so genannten Kulturküche des SPI ging und geht es darum, in angenehmer Atmosphäre und kulinarisch angereichert Fachthemen zu diskutieren, Erfahrungen der Teilnehmer aus unterschiedlicher Sicht auszutauschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Der Gerontologische Salon im Oktober war eingebettet in den Fachtag der Berufsfachschulen zum Kompetenzprofil der Altenpflege. Mitglieder der Landes- und Bezirksseniorenmitwirkungsgremien hatten die Möglichkeit, neben der Teilnahme am Salon auch an neun weiteren Workshops mitzuwirken. In der ganztätigen Veranstaltung standen spezifische Themen der Altenpflegeausbildung im Mittelpunkt, die einen guten Einblick in die Breite und Vielfalt der zu vermittelnden Inhalte und Methoden der berufsbegleitenden Ausbildung zum Altenpfleger vermittelten.

Der Gerontologischen Salon – ebenfalls als Workshop gestaltet – war in bewährter Weise von Kursmitgliedern und ihrem Dozenten vorbereitet worden. Mit dem Thema „Jung und Alt in der Pflege - Beziehungsarbeit auf Augenhöhe“ stand ein Schlüsselanliegen in der Altenpflege – der professionelle Dialog zwischen den Generationen- auf der Tagesordnung.

KursteilnehmerInnen aus unterschiedlichen Ausbildungsjahren und verschiedenen Kulturkreisen stellten in kleinen Arbeitskreisen ihre Ideen zur vertrauensvollen Gestaltung der Pflege von BewohnerInnen stationärer Einrichtungen vor. Gemeinsam mit SeniorInnen trugen die Teilnehmenden Positionen zusammen, die für die Arbeit in der Pflege bedeutsam sind. Dazu gehören u. a. Stil und Ton des Miteinanders, gegenseitiges Vertrauen, Achtung der Lebensleistung der BewohnerInnen, würdevoller Umgang, Anerkennung der fachlichen Kompetenz unabhängig vom Alter der Betreuungskraft, um nur einige Kriterien zu nennen. Die Zusammenfassung der Ergebnisse, die in den kleinen Arbeitsgruppen gesammelt worden, wiesen weitgehende Übereinstimmung auf. Die Auszubildenden bestätigten, dass ihnen diese Art der Erarbeitung von Hinweisen für die praktische Arbeit sehr wertvoll war. Einerseits ist bei dieser Arbeitsweise im Workshop jeder einzelne gefordert und andererseits tragen die Erfahrungen und Erkenntnisse des Teamworks unmittelbar zur weiteren Verbesserung der individuellen Betreuungsarbeit bei. Erneut erwies sich das SPI als guter Gastgeber in der Kulturküche. Übereinstimmend äußerten die Teilnehmenden den Wunsch, diese Form der Zusammenarbeit zwischen Auszubildenden und aktiven älteren SeniorInnen zu gemeinsam interessierenden Themen fortzusetzen. Aus der Sicht des LSBB wird diese Position unterstützt. Je nach Themenstellung sollten Mitglieder der Seniorenmitwirkungsgremien auf Landes- und Bezirksebene diese Möglichkeit der fachlichen Zusammenarbeit verstärkt nutzen.