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News 3 Monate zurück
25.01.2017, 11:38 Uhr
Rücksichtsvolles Miteinander im Straßenverkehr fördern
54. Plenum tagt beim Paritätischen Berlin
Anlässlich der monatlichen Beratung besuchten Mitglieder und Stellvertretende der Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)  den Paritätischen Berlin an der Brandenburgischen Straße 80. Gäste des Arbeitstreffens waren Sabine Adler-Goerick, Geschäftsführerin der Bürger aktiv - Paritätische Gesellschaft zur Förderung von Bürgerengagement gGmbH, sowie Dr. Beate Mücke und Heinrich Strößenreuther von der Initiative „Volksentscheid Fahrrad“.
Heinrich Strößenreuther und Dr. Beate Mücke von der Initiative „Volksentscheid Fahrrad“ bei der Landesseniorenvertretung Berlin (Foto: LSV)
Im Rahmen der Zuwendung arbeitet die Bürger aktiv gGmbH eng mit den Landesseniorenmitwirkungsgremien zusammen und so freuten sich die Mitglieder der LSV, die neue Geschäftsführerin persönlich kennenzulernen. Zudem sollte der Besuch beim Paritätischen Berlin die Vielzahl der Seniorinnen und Senioren in dessen Mitgliedsorganisationen motivieren, an der Seniorenwahl im März teilzunehmen.

Die LSV Mitglieder tauschten sich auch über die sehr unterschiedlichen Reaktionen von Senior*innen nach dem Erhalt der Wahlbenachrichtigungen aus.

Den Schwerpunkt der Beratung bildete der Austausch mit Frau Dr. Mücke und Herrn Strößenreuther von der Initiative „Volksentscheid Fahrrad“. Mit großem Interesse erfuhren die Seniorenvertreter*innen von dem ehrenamtlichen Engagement der Initiatoren und dem Vorhaben Radgesetz, was die LSV Mitglieder als "visionär" einstuften.
Ziele der Initiatoren bei der LSV
Die Argumente, was ältere Menschen vom Radgesetz haben, wurden transparent und kurz zusammengefasst:

RadGesetz - Nutzen für ältere Menschen
Dennoch nannten die Seniorenvertreter*innen zahlreiche Bedenken zur praktischen Umsetzung sowie weitere Notwendigkeiten aus ihrer Sicht. Angesprochen wurde u. a. "Autofahrer zahlen Steuern", Kennzeichnungspflicht für Fahrräder, Sensorik in Neufahrzeugen zur Erkennung von Radfahrern, Mitnahme Fahrräder im ÖPNV, Ausleihstationen für Fahrräder, Motivationsmöglichkeiten zum Radeln, Ausweichen in Nebenstraßen, Aufgabenverteilung in den Ordnungsämtern, Baumfällung, Abstellplätze für Fahrräder, zu enge Hausflure und abgestellte Fahrräder - was ist im Notfall, Fahrraddiebstahl, Staugefahr, in manchen Berliner Siedlungsgebieten fehlten nur nicht Rad- sondern Straßen- und Fußwege, Führerschein für Radfahrer, Lösung für Wasserschutzgebiete, Einhalt von Radfahrern auf Gehwegen durch Politessen. Auf alle Hinweise wurde ausführlich geantwortet, so dass nun die Informationen in die Bezirke getragen werden können. Jedoch die einheitliche Durchsetzung der Pläne in allen Bezirken schien den Seniorenvertreter*innen aufgrund ihrer Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen der Seniorenpoilitik kaum möglich. „Rücksichtsvolles Verhalten auf den Straßen gilt es zu fördern“, fasste Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der LSV, zusammen: „Fahrradfahren als gesundheitsförderndes Bewegungsangebot wird für alle Generationen nur attraktiv, wenn das Straßennetz das Miteinander aller Verkehrsteilnehmer ermöglicht. Bis dahin gibt es in Berlin noch viel zu tun. Aber ein Umdenken hat begonnen. Deshalb unterstützen wir das Vorhaben Radgesetz und zwar als einen wesentlichen Bestandteil eines modernen und nachhaltigen Mobilitätskonzeptes für Berlin und Brandenburg“.

Link zur Rechtlichen Stellungnahme zur Vereinbarkeit des Gesetzentwurfs Volksentscheid Radverkehr mit Bundesrecht im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Link PM LSV vom 25.01.2017