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News 3 Monate zurück
15.07.2016, 11:40 Uhr | Dr. Klaus Sack, LSBB Vorstandsmitglied
LSBB: Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik
6. Beratung der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe

Am 13.07.2016 fand die 6. Sitzung der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe „Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik“ in der Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales (SenGS) statt. Neben zwei Vertretern der SenGS nahmen zwei Mitglieder des LSBB Vorstandes (Frau Saeger, Herr Dr. Sack) sowie fünf weitere Vertreter aus Senatsbereichen teil, die für jeweils eine Leitlinie verantwortlich zeichnen. Damit waren Ansprechpartner für die Leitlinien 1,3,4,10,12,13,15,16 vertreten.

Im Mittelpunkt stand eine weitergehende Auswertung der Fachtagung „Armut im Alter im Spiegel der Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik“, die als gemeinsame Veranstaltung des Senats und des LSBB am 09.03.2016 stattfand. Diskutiert wurden jene Umsetzungsmöglichkeiten, die auf der Fachtagung als Handlungsempfehlungen für einzelne Leitlinien gegeben wurden. Im Bereich „Wohnen im Alter“ machte Herr Maiwald (Sen Stadt und Umwelt) u. a. deutlich, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für alle Altersgruppen mit geringen Einkommen gilt. Entsprechende Abstimmungen mit den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften sehen hierbei befriedigende Lösungen vor. Der Erhalt gleichbleibender Nettokaltmiete pro m² bei Wohnungstausch ist kaum zu realisieren, wenn es sich um Wohnungen in einem Haus privaten Eigentums handelt. In Auswertung der Ergebnisse von Tisch 2 (Informations- und Kontaktarmut) bestand Übereinstimmung darüber, dass in jedem Bezirk regelmäßig Informationsbroschüren für Seniorinnen und Senioren durch die Bezirksämter herausgegeben werden, in denen eine Vielzahl von Veranstaltungen und Teilnahmemöglichkeiten für ältere Menschen enthalten sind. Es wurde vereinbart nochmals zu prüfen, durch welche weiteren Orte im Bezirk die Broschüren verteilt werden können.

In Vorbereitung auf diese Sitzung gab der Veranstalter für die Berichterstattung drei Fragen vor:

  • Was ist erreicht?
  • Welche Probleme und Hindernisse gab es?
  • Was ist für die Zukunft geplant?
Entsprechend diesem Schema legten die anwesenden Vertreter der einzelnen Ressorts kurz dar, an welchen Fragen im Fachbereich zur Umsetzung der Leitlinien gearbeitet wird. Konnte auch der Konkretheitsgrad der Ausführungen noch nicht befriedigen, zeigte sich aber dennoch, dass nur durch gezielte Fragestellungen eine bessere Vorbereitung der Berichterstatter ermöglicht wird. Die Mitglieder des LSBB erwarten nicht nur Vorstellungen zur Lösung von Problemen, sondern auch tatsächlich erreichte Ergebnisse, die zur Veränderung bestehender Unzulänglichkeiten führen. Nach wie vor liegen in der Zusammenarbeit der Arbeitsgruppen des LSBB mit den zuständigen Fachressorts des Senats gute Möglichkeiten, Hemmnisse für die von Armut bedrohten oder bereits in Armut lebenden Seniorinnen und Senioren zu beseitigen.

So wie auf der fünften Sitzung der ressortübergreifenden AG Leitlinien bei SenGS vereinbart, sollten in künftigen Beratungen jeweils nur 3-5 Fachressorts zur Berichterstattung über den Stand der Umsetzung der Leitlinien eingeladen werden. Das setzt jedoch voraus, dass die federführende Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales verstärkt Einfluss darauf nimmt, für jede Leitlinie einen dauerhaften Ansprechpartner zur Verfügung zu haben, der zugleich eng mit der jeweiligen AG des LSBB zusammenarbeitet.

Leitlinien der Berliner Seniorenpolitik ( = Externer Link https://www.berlin.de/sen/soziales/themen/seniorinnen-und-senioren/leitlinien-seniorenpolitik/)