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Seniorenmitwirkungsgremien aktuell
15.03.2018, 19:34 Uhr
Alt sein hat Zukunft
Altenselbsthilfe-Expertentagung von Sozialwerk Berlin e.V. und Geriatrische Akadmie Brandenburg e. V.
Altenselbsthilfe ist die Zukunft der Offenen Altenarbeit - unter dem Titel luden das Sozialwerk Berlin e.V. (Mitglied im Landesseniorenbeirat Berlin - LSBB) und die Geriatrische Akadmie Brandenburg e. V. zur Expertentagung ein.
Eröffnung der Expertentagung Altenselbsthilfe. Foto: LSBB
Käte-Tresenreuter-Haus - Ein spannender wie interessanter Austausch von den Expert*innen in eigener Sache, den Senior*innen, mit Teilnehmenden aus Verwaltungen, Landespolitik, Wissenschaft sowie der BAGSO wurde von Impulsreferaten, die die Chancen und Potenziale einer älterwerdenden Gesellschaft betonten, eingeleitet.

LSBB Vorstandsmitglied Peter Stawenow und Leiter des Kompetenzzentrems offene Altenarbeit im Sozialwerk Berlin e.V. moderierte die Tagungund beschrieb zur Begrüßung, wie der demographische Wandel die Gesellschaft verändert und damit auch das Beziehungsgeflecht ihrer Mitglieder.

Diese Veränderung sollte als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden, wovon besonders die ältere Generation profitieren kann. Denn mit der Zunahme des Anteils Älterer in unserer Bevölkerung steigt auch der Hilfebedarf. Andererseits stellen ältere Menschen und ihre Bereitschaft, sich für die Gesellschaft einzusetzen, eine Ressource dar, die bisher unterschätzt wurde. Altenselbsthilfe könnte ein wichtiger Baustein des modernen Sozialsystems werden.

Wie dies seit mehr als 40 Jahren im Sozialwerk Berlin e. V. im Team gelingt, führte deren Vereinsvorsitzende Margit Hankewitz aus.

Franz Müntefering, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) betonte, dass "die Bedingungen für Selbstbestimmung stimmen müssen" und dass "Bescheid zu wissen" eine Voraussetzung, um gut älter zu werden, sei. Dafür braucht es niedrigschwellige Beratungsangebote, wohnortnah. Er favorisierte für den Prozess des Älterwerdens die 3-L-Formel: lachen, laufen, lernen. Jedoch beschrieb er auch, dass die Möglichkeit, gut zu altern, von der Finanzkraft der Kommune, in der man lebt, abhängig sei. Derzeit noch freiwillige Leistungen müssten verbindlich gereglt werden und zwar nicht als Modell, was nach drei Jahren endet, sondern nachhaltig. Die alternsgerechte Gestaltung der Kommunen sei eine "Gemeinschaftsaufgabe" - angesichts der Herausforderungen und Chancen - vergleichbar mit der der Deutschen Einheit.

Dr. Rainer Neubart, Vorstand der Geriatrischen Akademie Brandenburg e. V. und Autor des Buches "Altenselbsthilfe", sagte optimistisch voraus: "Die Älteren selbst sind die Lösung der Herausforderungen des demografischen Wandels."

Foto Übersicht Aktivitäten der Altenselbsthilfe -Dr Neubart

Wie unterschiedlich die Bundesländer die Seniorenpolitik mit und für die Senior*innen gestalten, zeigten die Ausführungen der jeweiligen Landesvertreter.

Prof. Barbara John, Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, verwies auf bestehende Altersgrenzen, die ältere Menschen hindern, gesellschaftliche Aufgaben zu übernehmen. Sie plädierte für mehr Selbstbewusstsein, dies nicht länger zuzulassen. Denn auch sie zog das optimistische Fazit: "Alt sein hat Zukunft".
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