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Seniorenmitwirkungsgremien aktuell
15.03.2018, 10:37 Uhr | Helga Kray, Leitung Abteilung Kommunikation und Kultur, Volkssolidarität Landesverband Berlin e. V.
10. Gerontologischer Salon: Selbstbestimmt Wohnen- neue Wohnkonzepte

Bereits zum zehnten Mal trafen sich am 22. Februar 2018 auf Initiative von Frau Swoboda (SPI) und Herrn Dr. Sack (LSBB) Interessierte in der Kulturküche des SPI zum Austausch.

Herr Dr. Sack (LSBB) und Frau Swoboda (SPI) begrüßen die Gäste des 10. Gerontologischen Salons (Foto: LSBB).

Der große Besucherandrang zeigte, dass das Thema der Veranstaltung „Selbstbestimmt Wohnen- neue Wohnkonzepte“ viele Menschen berührt. Das spiegelte sich auch bei der anschließenden Diskussion mit vielen Wortmeldungen. Wie kann ich auch im Alter selbstbestimmt leben? Für die Einen ist das ihre Eigenständigkeit zu wahren, während andere eher Wert auf die Erhaltung ihrer Privatsphäre legen. Dazu berichteten viele Senioren von ihren Erfahrungen und dem individuellen Umgang mit Hilfsbedürftigkeit. Was kann, was will ich zulassen?

Schnell wurde klar, wo die Probleme liegen. Viele Wohnungen sind nicht altersgerecht, weil es Barrieren insbesondere in den Bädern gibt. Bundesweit erfüllen nur 500.000 Wohnungen die Bedingungen für Barrierefreiheit und allein in Berlin fehlen 50.000 altersgerechte Wohnungen. Und der Bedarf wird weiter steigen.

Selbst dort wo sie verfügbar sind, sind sie nicht für alle bezahlbar. Bei einer monatlichen Durchschnittsrente von 1.280 Euro, können Senioren maximal 450 Euro für Mietkosten aufbringen. Wie aber kann Selbstbestimmung auch mit wenig Geld oder körperlichen Einschränkungen erhalten bleiben?

Lösungsvorschläge dazu kamen von Eckhard Feddersen, der bereits seit Jahrzehnten soziale Architektur plant und umsetzt. Seine provokativ formulierte These „Kein Schwein will ins Heim“ fand großen Anklang unter den Gästen des Gerontologischen Salons, denn alte Menschen verpflanzt man nicht.

Quartiere brauchen nicht nur Geschäfte, die gut zu Fuß erreichbar sind und eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel haben, sondern auch eine soziale Infrastruktur.

Eine Stadtplanung, die also eine älter werdende Bevölkerung integriert statt sie auszugrenzen. Mehr Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Generationen in den Kiezen helfen nicht nur den Senioren.

Als positives Beispiel für die gute Entwicklung in einem Quartier wurde die Entwicklung in Marzahn von einer Teilnehmerin beschrieben. Dort gibt es ein gut ausgebautes Angebot aus sozialen Serviceleistungen, einer sehr guten Verkehrsanbindung und ausreichend Geschäfte um den täglichen Bedarf zu decken.

Eckard Feddersen wies allerdings auch darauf hin, dass das Wohnumfeld von Architekten nur bedingt beeinflusst werden kann. Dies sei ein Auftrag an die Politik. Gebraucht werden beispielsweise staatliche Anreize für Investoren um nicht nur energieeffizient, sondern auch altersgerecht zu sanieren.

Sein geplantes Projekt „Kiezplan für Berlin“ hat sich zum Ziel gesetzt, Angebote und Hürden für Senior/innen in allen Berliner Kiezen zu erfassen und daraus Handlungsempfehlungen für den Berliner Senat abzuleiten.

Nicht zuletzt möchten wir dem berufsbegleitenden Kurs Altenpflege des SPI danken, der mit einem Einstiegsvortrag und hervorragender Moderation durch diese Veranstaltung führte.

 

 

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