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News Seniorengremien & zum Thema Alter(n)
21.02.2017, 11:55 Uhr | LSV Pressemitteilung vom 21.02.2017
Stimmgewaltig: Berliner Seniorinnen und Senioren dürfen 2017 dreimal wählen
Erst Seniorenwahl, dann Sozialwahl, im Herbst Bundestagswahl
Gesundheitsversorgung im Kiez. Seniorengerechter, bezahlbarer Wohnraum. Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Sicherheit und Barrierefreiheit in der Stadt. Gute Pflege. Dies sind nur einige der Themen, die für ältere Menschen von großer Bedeutung sind und um die sich die derzeit 189 Seniorenvertreter engagiert kümmern.
Sie sind die ehrenamtlichen Interessenvertreter für ein Viertel der Berliner Bevölkerung, die das 60. Lebensjahr vollendet haben. Ein Viertel klingt viel, dennoch brauchen die älteren Menschen eine starke Lobby. Die Seniorenvertretungen bieten in den Bezirken vor Ort Sprechstunden für ältere Menschen an, um deren Sorgen und Wünsche zu hören. Die Mitglieder stehen auch im regen Austausch mit den lokalen Organisationen und kommen mit Politik und Verwaltung in Ausschüssen der Bezirksverordnetenversammlungen zusammen. Dort haben sie Rederecht. „Und unsere Stimme wird gehört. Wenn nicht sofort, dann bleiben wir am Thema dran. Geht nicht, gibt‘s nicht“, sagt Dr. Johanna Hambach, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Berlin und Seniorenvertreterin in Treptow-Köpenick.

Ein Beispiel für die gelebte Hartnäckigkeit ist auch die Grundlage für die Seniorenwahl: Das Berliner Seniorenmitwirkungsgesetz sowie seine neuste Fassung vom vergangenen Jahr gäbe es ohne den Anstoß und das Dranbleiben vieler, vieler Seniorinnen und Senioren nicht. Sie tragen die Verantwortung für eine erfolgreiche Seniorenpolitik in Berlin mit, damit die ältere Generation selbstbestimmt ihr Leben gestalten kann. Ende der 1980er, aber verstärkt in den 1990er Jahren, hatte der Kampf für das Gesetz zur Stärkung der Mitwirkungsrechte begonnen, 2006 trat es in Kraft und wurde bis 2016 zweimal aktualisiert.

Bislang waren die Hürden für die Seniorinnen und Senioren hoch, um mit der eigenen Stimme das ehrenamtliche Engagement der Seniorenvertretungen zu stärken. Bei den zwei Seniorenwahlen bislang konnte zunächst nur an einem Ort, später an drei Orten und Terminen gewählt werden. Kaum verwunderlich, dass die Wahlbeteiligung jeweils unter einem Prozent lag. Das kann nur besser werden. Erstmals wurden alle Wahlberechtigten über ihr Wahlrecht schriftlich informiert. Vom 27. bis 31.03.2017 kann in jedem Bezirk an fünf Wahlterminen und unterschiedlichen Orten gewählt werden.

Erstmals ist auch die Teilnahme per Briefwahl möglich. Bis zum 25.03.2017 müssen die Briefwahlstimmen beim Bezirksamt des Hauptwohnsitzes eingegangen sein. Die Wahlorte und -termine stehen auf der Wahlbenachrichtigung und sind auch unter ü60.berlin abrufbar.

Wichtiger Hinweis: Die Briefwahlunterlagen für die Seniorenwahl werden nicht automatisch zugesandt, sondern müssen bis zum 12.03.2017 beantragt werden (Infos: http://ü60.berlin/index.php?ka=1&ska=1&idn=169).

Ziele des Berliner Seniorenmitwirkungsgesetzes sind:
-    die aktive Beteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren am sozialen, kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern,
-    die Erfahrungen und Fähigkeiten zu nutzen,
-    die Beziehungen zwischen den Generationen zu verbessern,
-    die Solidargemeinschaft weiterzuentwickeln sowie
-    den Prozess des Älterwerdens in Würde und ohne Diskriminierung unter aktiver Eigenbeteiligung der Berliner Seniorinnen und Senioren zu gewährleisten.

Pressekontakt:
Landesseniorenvertretung Berlin (LSV)
Vorsitzende Dr. Johanna Hambach
Telefon 0179-1923152

www.landesseniorenvertretung-berlin.de

Geschäftsstelle LSV/LSBB
Parochialstr. 3, 10179 Berlin
Telefon 030-32664126 (Mo-Di, Do-Fr 9:00 – 13:00 Uhr)
E-Mail info@lsbb-lsv.de